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1.4.2010 von admin.
Im Rahmen meines Masterstudiums habe ich einen ersten Zwischenbericht meiner Untersuchung verfasst. Der Zwischenbericht trägt den Titel:
”Ein gewisser Kitzel, den man mittlerweile braucht.”
Eine qualitative Studie zu individuellen Orientierungen hochmobiler Angestellter innerhalb der Lebessphären Arbeit, Mobilität, Familie und Partnerschaft
Bei Interesse, einfach eine E-Mail an niels@researchprogress.ohlsen-web.de schicken und ich lasse Ihnen die PDF-Version des Textes zukommen.
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12.3.2010 von admin.
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5.1.2010 von admin.
Sehr geehrte Damen und Herren,
der erste empirische Teil meiner Studie endet zum Februar 2010.
Ich suche für den Januar noch Interviewpartnerinnen und -partner!
Gesucht werden globale Pendler oder Personen, die häufig aus Berufsgründen kurzfristig ins Ausland entsendet werden und einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Das Interview ist telefonisch und dauert bis zu 45 Minuten.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich möglichst zeitnah per e-mail an niels@researchprogress.ohlsen-web.de melden.
Vielen Dank im Voraus und ein frohes neues Jahr!
Niels Ohlsen
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Hier noch die Offizielle Einladung als PDF
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1.12.2009 von admin.
Auf dieser Seite finden sie ein PDF Dokument mit einer Einladung zur Teilnahme an meiner Studie. Darin finden Sie eine kurze Beschreibung des Themas, der Vorgehensweise und warum und wie ich Sie als Teilnehmer/In interviewen möchte.
On this page you will find a pdf-document with an invitation to participate in my study. Inside you will find a short description of the topic, the method and why i want you as an interviewee.
PDF: Einladung zur Teilnahme / Invitation to participate
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Teilnahme
Eine Teilnahme bedeutet für Sie, dass ich mit Ihnen ein telefonisches Interview machen werde und Ihnen einige Fragen zur Gestaltung Ihres beruflichen und nicht-beruflichen Alltags stelle. Das Interview wird eher die Form eines offenen Gesprächs haben und kein stumpfes “Abarbeiten” einer Liste mit Fragen sein. Das Interview kann daher ca. eine Stunde dauern.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mich möglichst zeitnah per E-Mail kontaktieren und mir Ihre Kontaktdaten hinterlassen.
Ich werde mich umgehend bei Ihnen melden, um einen Termin für das Telefonat auszumachen. Meine E-Mail Adresse: niels@researchprogress.ohlsen-web.de
Datenschutz
Die Daten werden ausschließlich für Forschungszwecke im Rahmen meiner Abschlussarbeit verwendet und selbstverständlich vollständig anonymisiert. Die Privatsphäre und Anonymität wird in jedem Falle gewahrt.
Die gilt auch für alle technischen, kaufmännischen und personellen Vorgänge und Verhältnisse im Unternehmen, die im Interview thematisiert werden. Die Geheimhaltungspflicht erstreckt sich auf alle mit Ihrem Unternehmen mittelbar und unmittelbar verbundenen Unternehmen. Die vorstehende Geheimhaltungspflicht besteht über das Ende des Forschungszeitraumes unbegrenzt hinaus.
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23.11.2009 von admin.
Ausgangspunkt meines Interesses ist der Trend in global operierenden Unternehmen, langfristige Entsendungen durch kurzfristige Entsendungen und globales Pendeln auszutauschen. In der Expatriate Literatur wird dies dadurch begründet, dass Expatriate-Entsendungen vor allem aus Sicht der Unternehmen, aber auch für die Akteure problematisch, riskant (für den Erfolg), aufwendig und teuer sind.
Kurzfristige Entsendungen hingegen werden als überwiegend positiver Ausweg und Ersatz für die langfristige Entsendungspraxis gesehen.
Meine These ist jedoch, dass für die Akteure in kurzfristigen Entsendungen bzw. die globalen Pendler ganz neue Risiken, Herausforderungen – aber natürlich auch Chancen – entstehen. Ich fokussiere hierbei nun ausgehend von den Diskursen zu Entgrenzung, work-life-balance und der These zum Arbeitskraftunternehmer die Lebensführung der Akteure unter den Herausforderungen einer Berufstätigkeit, die kurzfristige transnationale Mobilität fordert. Während die populären Diskurse zur Subjektivierung von Arbeit und Work-Life-Balance neue Arbeitsformen hinsichtlich ihrer Konsequenzen auf die subjektive Perspektive beschreiben und dabei den betrieblichen Strategien das Primat einräumen, wird den Gestaltungsspielräumen der Akteure zuwenig Aufmerksamkeit zugestanden. Auch wenn die Gestaltungsmöglichkeiten sehr begrenzt sind, gibt es sie. Welche aktiven Strategien die transnational hochmobilen Akteure für ihre Lebensführung finden, ist ein Suchauftrag des qualitativ-empirischen Teils der Studie.
Es ist eine empirische Frage, ob diese neue transnationale Erwerbsform auch für die Angestellten eine gute Lösung ist, oder ob sich die Vorteile für das Unternehmen in „versteckten Kosten“ niederschlägt, die von den Angestellten und ihren Familien getragen werden müssen. Während bei der Entsendung von Expatriates ein recht großer (auch finanzieller) Aufwand betrieben wird, um die einhergehenden Probleme (welche gleichzeitg Erfolgsfaktoren darstellen) zu minimieren, bleiben die den Angestellten in kurzfristigen Entsendungen und ihre Familien auf sich allein gestellt. Sie müssen weitgehend selbst dafür sorgen, die Anforderungen an Flexibilität und Mobilität mit ihrem Arbeits- und Privatleben zu vereinbaren. Möglicherweise fehlt es hier auch an Erkenntnissen, welche spezifischen Probleme und Risiken der Lebensführung sich für die transnationalen Angestellten (und ihre Familie) ergeben.
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20.11.2009 von admin.
Zur Forschungsmethode: Qualitative Interviews
Ziel des Forschungsdesigns ist das Nachzeichnen der subjektiven Perspektiven der Akteure auf ihre alltägliche Lebensführung vor dem Hintergrund ihrer transnationalen Karrieren. Konkret werde ich sogenannte “problemzentrierte Interviews” durchführen. Die Wahl fällt aus dem Grunde auf qualitative (Interview-) Verfahren, dass (i) Beschäftigte in kurzfristigen internationalen Entsendungen eine “erwerbsbiografische Marginalgruppe” darstellen und eine ausreichende Rekrutierung für quantitative (statistische) Verfahren ohnehin nicht realisierbar wäre. (ii) Weil das Ziel der Erhebung ein offenes Interesse an dem Erleben einer besonderen Form der Erwerbsbiografie und Lebensgestaltung ist und die Vielschichtigkeit der diesbezüglichen Deutungsmuster nicht in standardisierten Fragebögen mit Likert-Skalen erhoben werden könnte. (iii) Und weil das Ziel nicht Hypothesenprüfung ist, sondern die Arbeit einen explorativen und eher hypothesengenierenden Anspruch hat.
Die Methoden qualitativer Sozialforschung zielen darauf ab, die Sinnstrukturen der Akteure möglichst unverzerrt zu rekonstruieren. Das „alltägliche“ Handeln der Akteure beruht auf Konstruktionen und Interpretationsleistungen, und ist nur innerhalb ihrer Relevanzsysteme zu verstehen. Um das (soziale) Handeln der Akteure zu erklären, geht die qualitative Sozialforschung den Weg des deutenden Verstehens. Qualitative Methoden haben den Vorteil, dass es Ihnen gelingt, die Sinnkonstruktion der Akteure weitgehend zu bewahren und nicht in ein von Forschern entwickeltes, standardisiertes Korsett zu zwängen, dass nicht zwingend den Relevanzrahmen der Beforschten widerspiegelt. Die Perspektiven der Subjekte, ihre Wahrnehmungen und Deutungen stehen im Zentrum des Interesses. Das Prinzip des rekonstruktiven Ansatzes beruht auf der Annahme der “gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit”, wodurch es zum Ziel qualitativer Sozialforschung wird, die Konstruktionen der Befragten im Sinne einer “Konstruktion zweiten Grades” zu interpretieren.
Problemzentrierte Interviews
Im Konkreten verwende ich die Vorgehensweise problemzentrierter Interviews nach Witzel. Falls Interesse an der weiteren Hintergründen dieser Technik besteht, möchte ich auf folgenden Artikel hinweisen, welcher als Volltext in Englisch und Deutsch zur Verfügung steht:
Zur Ergebnisqualität der Methode
In der quantitativen Forschung bestehen Theorien bis zur Falsifikation. In der qualitativen Forschung ist Theorieentwicklung nie vollständig abgeschlossen und hat provisorischen Charakter, was auch darin begründet ist, dass Theorie und Gegenstand ständigen Konstruktionsprozessen unterliegen. Mit der Vorgehensweise der Grounded Theory, an die ich mich anlehne, sollen Theorien mittlerer Reichweite aus den Daten gewonnen werden. Dies geschieht über eine Parallelisierung von Datengewinnung, Datenanalyse und Theoriebildung. Die Theorieüberprüfung geschieht während des Forschungsprozesses. Gesa Lindemann beschreibt diese Vorgehensweise der Grounded Theory daher als “Häppchenfalsifikationismus”. Die erarbeiteten Konzepte müssen ständig am empirischen Material überprüft werden. Sie haben den Anspruch, einen bestimmten Aspekt des Phänomenbereichs zu erfassen, doch durch neue Daten kann die Notwendigkeit zur Modifkation von Kategorien und Konzepten auftreten. Das bedeutet, die Theorie wird nicht falsifiziert, sondern immer modifiziert oder erweitert.
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